Rundbrief Mai 2026



  Rundbrief Mai 2026
Liebe Pamina, hallo Papageno!

Seit Wochen überrascht uns eine etwas labile Wettersituation, mit kleinen, unergiebigen Güssen, welche uns das Gießen der Töpfe erspart, jedoch für Garten und Freiland keinesfalls nennenswerte Niederschläge bringen. Und jetzt kein Wölkchen am Himmel, warme Sonnenstrahlen bei relativ kaltem, lästigem, austrocknendem Ostwind. Mal sehen, wie dies so weitergeht, denn schließlich sollte man die positiven Eigenschaften einer ausreichenden Frühjahrsfeuchtigkeit nicht unterschätzen, sie ist so wichtig, allein schon für das Grundwasser. Und jetzt, kurz vor der Walpurgisnacht ist es trocken, trocken, trocken, am Horizont bauen sich gelegentlich Wolkentürme auf, doch keinerlei Niederschläge in Sicht.

Warum eigentlich schreibe ich in jedem Brief über das Wetter, wirst du dich berechtigt fragen? Weil ein jedermann, der mit der Natur in irgendeiner Form auf Du ist, ohne Einfluss des Wetters gar nicht existieren kann, Gärtner und Landwirte ganz besonders. Und für uns spielt das Wetter sogar eine ganz zentrale Rolle, ja es bestimmt kolossal unseren gesamten Tagesablauf. Viele Tätigkeiten kannst du ausschließlich dann verrichten, wenn eben das Wetter mitspielt. Warum soll ich als Gärtner die jahreszeitlich notwendigen Stecklinge in der größten Nachmittagshitze schneiden, wenn dies in der kühlen Morgenluft oder an einem trüben Tag wesentlich sinnvoller vonstattengeht? Empfindliche Pflanzen wollen gefühlvoll behandelt werden, in der Phase des Vermehrens, des Kultivierens und Pflanzens, auch hier richte ich mich stets nach der momentanen Witterung. Meine Pflanzungen richte ich nach Möglichkeit nach dem Wetter aus, denn ein Beet pflanzfertig herrichten geht nur bei halbwegs trockenen Verhältnissen. Erst danach kannst du dir den ersehnten Regen wünschen, ansonsten bleibt dir intensives Angießen nicht erspart!

Wir Menschen neigen allerdings dazu, jede Tätigkeit fast schon akribisch genau nach Plan oder Schema F auszurichten. In regelmäßigen Abständen werde ich gefragt, wie oft muss ich gießen, zu welchem Zeitpunkt sollte die eine oder andere Staude verpflanzt werden, wann genau muss ich zurückschneiden? Auch bei diesen Tätigkeiten hat die Witterung ein Wörtchen mitzureden, denn du wirst wohl kaum Freude beim Gärtnern im strömenden Regen haben. Ich gebe zu, vieles davon gleitet in die Routine ab oder man macht dies aus der Erfahrung heraus richtig. Ich nenne dies mein Bauchgefühl, was für manchen von dir vielleicht einen dilettantischen Beigeschmack aufweist, andere formulieren es boshaft „Handgelenk mal Pi“ oder „Nix Genaues“, wie auch immer. Ich behaupte aber, nur das Resultat gibt dir Recht. Selbstverständlich können viele Pflanzen seit langem industriell nach einem haargenauen Produktionsplan produziert werden, denken wir an Gemüse unter Glas oder an viele Topfpflanzenkulturen, aber auch hier spielt die Großwetterlage eine nicht zu unterschätzende Rolle, denn schon mehrmals sind die Zierpflanzengärtner auf ihren Topfprimeln sitzengeblieben, weil diese aufgrund des Wetters entweder viel zu früh oder zu spät im Jahr ihr Optimum erreichten.

Wir stecken inmitten einer turbulenten Zeit. Ich meine damit nicht die weltpolitische Lage, die mich selbstverständlich auch bewegt. In erster Linie meine ich damit die Jahreszeit und ganz besonders die Monate April, Mai und Juni. Neben deinen vielen Bestellungen müssen wir ja auch unsere Tagesgäste betreuen, sowie die dringendsten Vermehrungsarbeiten erledigen. Und das Unkraut natürlich! Nenne es von mir aus „Beikraut“, in den Töpfen und Kulturen ist es für mich trotzdem Unkraut, welches rechtzeitig bekämpft werden sollte, bevor es absamt und Unheil anrichtet. Je früher man hier bei der Sache ist, desto mehr hast du gewonnen und sparst dir viel spätere Arbeit.

Stauden zu verwenden erfordert Farbgefühl, Kombinationsgeschick und Sinn für Ästhetik, mündet keinesfalls in einer Sackgasse, sondern befindet sich bereits auf der Überholspur!




Immer mehr Staudenliebhaber und Gartenbesitzer nehmen unser Angebot an, Bereiche ihres Gartens professionell mit Stauden auszugestalten, was uns natürlich besonders freut! Auch manche Gartenämter schätzen unsere Expertise, wenn es um speziellere Staudenbepflanzungen geht. Solltest auch du dies in Erwägung ziehen, dann schicke ein Bild deiner Situation, die mit Stauden neu bepflanzt werden soll, sowie die ungefähren Ausmaße der Fläche. Vielleicht hast du noch Hinweise für uns parat, ob es eine profane, pflegeleichte Zusammenstellung an Stauden sein soll oder ob wir „in die Tiefe“ gehen dürfen, also eine anspruchsvolle, arten- und blütenreiche Bepflanzung angehen dürfen, jeder Situation entsprechend, alles ist möglich! Eine einfache Skizze erfolgt dann, wenn du die Stauden bei uns abholst oder sie per Mail orderst.

Bitte habe Verständnis, dass wir nicht imstande sind, landschaftsgärtnerische Tätigkeiten wie Baggern, Fräsen etc. auszuüben, zu sehr beansprucht uns unser riesiges Sortiment! Die notwendigen Vorarbeiten hierzu musst du dir selber organisieren, oder du vergibst diese Arbeiten einem Gartengestalter. Die Stauden, die wir dir vorschlagen, solltest du nach Möglichkeiten selber pflanzen, ich erkläre dir gerne die Schritte, wie dies praktisch und ohne viel Mühe funktioniert! Dafür bekommst du ein Staudenbeet, welches aus unserer jahrelangen Erfahrung mit der Verwendung von Stauden resultiert, dein eigenes Werk darstellt und dir lange Freude bereitet.

Ich wehre mich allerdings entschieden dagegen, dir hierin eine Art Schema-F-Bepflanzung anzubieten, es wäre doch sehr schade um die so vielfältigen Möglichkeiten, an Auswahl und Kombinationen, die so unterschiedlichen Blütezeiten auszukosten, die Strukturen und Texturen in blütenarmer Zeit lebendig werden zu lassen. Mit Grauen erinnere ich mich an einen selbständigen Gartengestalter, dessen Lieferscheine über das Jahr nahezu deckungsgleich waren, mit immer derselben Staudenauswahl, für jeden seiner Kunden! Sicher, er hatte damit seine eigenen Erfahrungen gemacht, aber ist allein dies unser Ziel, keinerlei Herausforderung, keine Kreativität? Schließlich sind die Boden- und Lichtverhältnisse vollkommen unterschiedlich, besonders aber dein Zeitmanagement und Interesse für deinen Garten, sowie deine Vorlieben, was Pflanzen anbelangt.

In der nächsten Zeit möchte ich dir auf unserer Website Referenzbeispiele zeigen, was wir im Laufe der Jahre an nachhaltigen Projekten verwirklichen konnten. Ich gebe dir Bescheid, wenn die Seite fertig ist!

  Hier nun wieder meine Vorschläge der fünf Stauden, die dir vielleicht noch unbekannt sein dürften:
Urtica dioica ‘Goldbiene‘, die erste gelbblättrige Brennnessel!
Schon vor Jahren erfuhr ich von einem englischen Pflanzenfreund, dass es von unserer Brennnessel buntblättrige Formen geben soll. Das wäre doch mal was, denn die Brennnessel ist ein Kulturfolger des Menschen, meist auf sehr guten Böden. Allein sah ich leider noch nirgends ungewöhnliche Formen und Blattfarben! Von Markus Meditsch, einem Pflanzenfreund aus Niederösterreich bekam ich eines Tages eine Brennnessel mit leuchtendgelbem Austrieb, er fand sie spontan im Wiener Wald und gab ihr den Sortennamen ‘Goldbiene‘. Nachdem ich ja immer schon ein Faible für alles hatte, was irgendwie andersartig war, nahm ich sie dankbar entgegen, vermehrten sie und wir führten sie als erste Staudengärtnerei in den Handel ein.

Im Schaugarten ausgepflanzt gab meine gelbe Brennnessel ein außerordentlich gutes Bild ab, vor allem, als sie erstarkte und sich zwischen anderen Stauden als gleichwertig behauptete. Gleichwertig? Aber auf jeden Fall! Auch eine sonst so ungeliebte Brennnessel kann an der richtigen Stelle durchaus etwas hergeben, und sei es „nur“ als Futterpflanze für die Raupen der Tagpfauenaugen, auch in deinem Garten ganz besonders diese gelbe Sorte, die im Laufe des Sommers leicht vergrünt. Du kannst dies durch einen Rückschnitt aufhalten, dadurch verhinderst du gleichzeitig die Samenbildung, denn ihre generativen Nachkommen fallen bis auf wenige Ausnahmen meist grün aus. ‘Goldbiene‘ kann demnach ausschließlich durch Teilung oder durch Stecklinge vermehrt werden, wenn sie sortenrein erhalten werden soll. Und noch etwas: pass bitte auf! Ich bilde mir ein, sie nesselt noch wesentlich stärker als die grüne Normalform, ich jedenfalls bin da äußerst empfindlich geworden, was früher nicht der Fall war! Hier wären Handschuhe gefragt, für mich persönlich bei Gartenarbeiten sonst ungeliebt, ich arbeite schon immer mit bloßen Händen, sieht man einmal vom Schnitt der Rosensträucher ab.

Am diesjährigen Staudenmarkt in Berlin hatten wir eine ganze Kiste voller ‘Goldbiene‘-Brennnesseln mit. Gerade durch Sebastians persönlicher, intensiver Beratung konnten wir immerhin so viele Kunden von ihren Vorzügen überzeugen, dass die Kiste relativ schnell leer war!

Hier siehst du sie, wie sie leuchtet, das kann sie auch zwischen deinen Funkien und anderen
Schattenstauden !



Das Stängellose Leimkraut (Silene acaulis ‘Floribunda‘)
Falls du schon einmal Bergtouren in höhergelegene Regionen gemacht hast, werden dir sicher die dichten Matten aufgefallen sein. Einige Individuen blühen reichlich, andere nur wenig oder überhaupt nicht. Botanisch unterscheidet man einige Unterarten, sie sind für die Verwendung im Garten von keinerlei Relevanz. Wir vermehren vier Formen des Stängellosen Leimkrautes. Ein sonniger bis halbschattiger Standort in lehmig-sandigen Boden lässt sie zu breiten Polstern heranwachsen. Silene acaulis ‘Floribunda‘ wurde schon vor langer Zeit ausgelesen und ist für das Tiefland wunderbar geeignet, da es auch bei dir willig blüht. Ob Kalk oder Urgestein werde ich immer wieder gefragt? Dies spielt keine große Rolle, überhaupt gibt es nur wenig alpine Stauden, die ausschließlich eine saure Bodenreaktion wünschen. Die überwiegende Vielfalt an Gebirgsstauden liebt Kalk, das heißt jedoch nicht, dass sie auf Urgesteinsuntergrund nicht wachsen würden, der umgekehrte Fall wäre kritischer zu betrachten. Ich sehe im Stängellosen Leimkraut eine leicht zu pflegende Mattenstaude, die von Jahr zu Jahr schöner wird und eine der „Patinastauden“ darstellt, die für eine Natürlichkeit deines Alpinums sorgt.




Crocosmia paniculata, die Rispige Montbretie
Hier haben wir es mit einer Südafrikanerin zu tun, der bei uns seit Jahren jedem Winter erfolgreich trotzt! Ich konnte sie sogar an einigen Stellen in Südafrika erleben, wo sie in feuchten Wiesen oder an Flussläufen stand. Ausgewachsene Exemplare erreichen gegen 180 cm Höhe, also durchaus stattliche Ausmaße. Ein dicker Horst steht seit einiger Zeit an unseren Ziegelmauern. Ich nenne sie mal Riesenmontbretie, der botanische Name aber änderte sich gleich mehrmals. Du kannst sie unter Curtonus oder Crocosmia gleichermaßen finden, ganz früher aber auch unter Antholyza, was in Südafrika zu ihrem Nickname „Tante Eliza“ führte.

Hier siehst du unsere Pflanze vor der Ziegelmauer, darunter ein Bild, welches ich an einem kleinen Fluss in der Eastern Cape Region aufnahm. Beim Durchsehen der Bilder fasste ich endlich den Entschluss, meinen dicken Horst zu „schlachten“ und zu vermehren. Ab jetzt steht sie dir also zur Verfügung. Solltest du es aber noch farbenfroher wünschen, dann greife auf Crocosmia ‘Lucifer‘ zurück, sie ist ein echter Knaller, wie auf dem dritten Bild zu sehen ist. Nicht nur niedriger, sondern ebenfalls voll winterhart ist sie obendrein, das Bild entstand vor vielen Jahren im bekannten „Garten der Geheimnisse“ in Oberösterreich.




Saruma henryi, die Herzblattblume aus China!
Auch hier kennen wir keinen gültigen, deutschen Namen, ich nenne diesen traumhaften Vorfrühlingsblüher auch ganz salopp „Falsche Dreimasterblume“, aber das ist jetzt wirklich fast an den Haaren herbeigezogen und bezieht sich auf einen schnellen Blick auf die Blüten! Dieses Osterluzeigewächs (Aristolochiaceae) stammt aus Zentralchina und ist schon sehr lange bekannt, wird in seiner Heimat medizinisch genutzt. Ich liebe den stechendherben, aber würzigen Geruch der Blätter und Rhizome sehr, wenn man daran reibt. Aber das ist noch längst nicht alles! Botanisch beschrieben wurde sie schon im 19. Jahrhundert, zu uns kam sie allerdings erst spät, nach der Öffnung der Grenzen zu China. Fritz Kummert beschrieb sie Ende der 90er-Jahre in der Gartenpraxis als neuartige, dauerblühende Schattenpflanze. Zunächst war die Winterhärte nach mancherlei Aussagen anscheinend nicht gesichert, dies hat sich allerdings als völlig unbegründet erwiesen. Kaum ist der letzte Schnee weggetaut, treibt Saruma mit ihren pelzigen Trieben aus dem Boden und entfaltet ihre herzförmigen Blätter, beginnt schon Anfang April mit den ersten gelben Blüten, welche einer Dreimasterblume tatsächlich ähneln. Weitere Blüten folgen, ja sogar eine leichte Selbstaussaat ist gegeben, wenn sie nicht allzu trocken gepflanzt wurde. Ein nicht allzu durchwurzelter Standort im klassischen Gehölzrandbereich ist genau richtig. Ein langjähriger Stammkunde aus dem Nachbarort pflanzte sie entgegen meinen Empfehlungen in die volle Sonne in den hervorragenden Innviertler Ackerboden und hatte schon nach wenigen Jahren ein stolzes Prachtexemplar vor sich stehen! Ein Rätsel bleibt allerdings: warum findet diese Schönheit seit Jahren nur wenig Anklang bei dir und deinen Staudenfreunden? Unbekannt, daher unbeliebt? Oder ist es wieder das Gelb, was dir nicht behagt oder das eher exotische Aussehen, welches auf den Betrachter scheinbar kompliziert einwirkt? Ich kann mir jedenfalls keinerlei Reim darauf machen.




Syneilesis aconitifolia, das Schirm- oder Pilzblatt („Shredded Umbrella“)
Schon wieder so eine eindrucksvolle Staude aus Ostasien! Wir haben sie schon deslängeren in Kultur, allerdings konnte ich ihr zunächst nicht allzu viel abgewinnen, wenn du dir ausschließlich die Blüte betrachtest, die dich sicher nicht vom Hocker haut. Doch als ich mir damals den Austrieb dieser Waldstaude ansah, fand ich sie dann doch sehr spannend, fast schon geheimnisvoll, was da wohl kommen wird. Die Entfaltung der Blätter in ihrer Austriebphase erinnert mich jedes Mal an Pilze, ja an die Tintenschopflinge im Herbst, an Frühlingsmorcheln oder aber an einen zerfledderten Regenschirm. Auch zum späteren Zeitpunkt ist das Schirmblatt eine ausgesprochen eindrucksvolle Staude, besonders wenn sie zwischen anderen Schattenstauden steht. Aber auch als Solostaude kann sie Eindruck machen, wird sie doch fast einen Meter hoch und mit den Jahren immer buschiger. Selbstverständlich ist sie vollkommen winterhart, sie schätzt einen leicht beschatteten Standort in gutem Boden. Botanisch werden sieben Arten beschrieben, derweil ist Syneilesis aconitifolia aus der Mandschurei und Ostchina bei uns am meisten in Kultur, welche stärker eingeschnittene Blätter und bräunliche Blüten besitzt, die an einige Greiskräuter (Senecio) erinnern.

Dann besitzen wir noch Syneilesis palmata aus Japan, mit normalerweise breiteren, lappigen Blättern, was aber nicht immer der Fall sein muss, es gibt auch hier Formen mit schmalen Blattsegmenten. Die Blüte bei dieser japanischen Art ist gelblichweiß, der Wuchs ist etwas gedrungener. Auch Hybriden aus beiden existieren, sowie auch einige buntblättrige Sorten, welche in Japan selektiert wurden und bei uns kaum verbreitet wurden.

Wenn du dir also eine mystisch wirkende Staude für den Schatten zulegen möchtest, dann darf ich dir Syneilesis wärmstens ans Herz legen, vielleicht überzeugen dich die folgenden Bilder!




Es ist zwar noch ein Rundbrief zu bald, aber ich möchte dich trotzdem auf die 10. Gartentage auf Schloss Kohfidisch aufmerksam machen, im wunderschönen Burgenland, dem schönsten Ende der Welt! Wir waren Aussteller der ersten Stunde an, ich darf dir versichern, dass dir ein Wochenende dort in dieser malerischen Umgebung noch lange in angenehmer Erinnerung bleiben wird! Idyllische Weinberge, ausgedehnte Wälder und naturbelassene Raine, steppenartige Wiesen neben den typischen Straßendörfern des Burgenlandes werden dich begeistern. Mir ist klar, der Weg ist ein breiter, wie wir statt weit sagen, aber es lohnt sich schon deshalb, da du sehr viele Gleichgesinnte antreffen wirst, neben einem ausgesuchten und einzigartigen Pflanzenangebot.

Du wirst dich fragen, was aber gleich zwei Jubiläen verbindet! Dazu lasse ich in den nächsten beiden Absätzen Tina Schabhüttl zu Wort kommen, eine der Begründerinnen der Gartentage von Kohfidisch!

Was aber haben die Gartentage im Schloss Kohfidisch und der berühmte Botaniker Carolus Clusius gemeinsam? Beide haben 2026 einen Grund zu feiern: Der 500. Geburtstag von Carolus Clusius trifft auf den 10. Geburtstag der Gartentage. Grund genug, die beliebte Gartenausstellung im Schloss Kohfidisch jenem Mann zu widmen, der unsere Pflanzenwelt maßgeblich geprägt hat.
Seine Lebensgeschichte liest sich wie ein Pflanzenkrimi: Carolus Clusius flüchtete 1576 aufgrund seines protestantischen Glaubens ins Burgenland und fand in Balthasar Batthyány, dem Burgherrn von Güssing, einen Freund und Förderer. Für dessen Hilfe bedankte er sich, indem er Tulpen, Narzissen, Schneeglöckchen und Kaiserkronen zu uns brachte. Er bestimmte zahlreiche Gewächse, viele davon am nahen Csaterberg, verfasste ein bahnbrechendes Lehrbuch über Pilze und prägte mit der Verbreitung exotischer Nahrungs- und Zierpflanzen bis heute das Aussehen von Gärten und Parks. Wien verdankt ihm u. a. die Einführung der Rosskastanie (1576), des Stiefmütterchens, des Flieders und der Levkoje. Außerdem wird er als Vater der Kartoffel auf deutschem Boden angesehen. Viele Pflanzen sind in ihrer botanischer Namensform nach ihm benannt – von der Tulipa clusiana, einer Wildtulpe in rot/gelb, bis zu den tropischen Clusia-Gewächsen.


Bei den Gartentagen 2026 werden nicht nur die nach ihm benannten Pflanzen, sondern auch seine Werke, Bücher und wissenschaftlichen Arbeiten präsentiert. Einige Staudengärtner haben speziell für die Jubiläumsausstellung Pflanzen vermehrt, die üblicherweise nur sehr schwer erhältlich sind, darunter alpine und mediterrane Raritäten für LiebhaberInnen.

Wir freuen uns schon jetzt sehr auf euren Besuch!



Und zu guter Letzt noch einen für uns sehr wichtiger Termin, den wir dir möglichst früh ankündigen möchten, dass du dich auch frühzeitig darauf einstellen kannst.

Wir feiern 30 Jahre Sarastro-Stauden, gleichzeitig die symbolische Übergabe an meine Tochter Mag. Katharina Wallace, allgemein unter Kata bekannt.

Auch auf der Website kündigen wir das Programm und die Aussteller an, du kannst dich also auf die unterschiedlichste Art und Weise informieren. Und falls du Fragen irgendwelcher Art auf dem Herzen hast, dann schreibe uns!

Ähnlich wie damals beim zwanzigjährigen Jubiläum soll es hierbei nicht ausschließlich um uns gehen, sondern wir laden eine Reihe an Aussteller ein, die uns persönlich sehr naheliegen, die mit ihren unterschiedlichen Sortimenten für eine Bereicherung sorgen. Es sind dies langjährige Freunde und Berufskollegen von uns, bei deren Jubiläumsveranstaltungen auch ich schon öfters anwesend war. Aber siehe selber auf dem Flyer!

Bis dahin verstreicht doch noch eine Weile, ich bin froh darüber, denn wir brauchen genügend Raum und Zeit, um dieses Jubiläum auch vernünftig vorzubereiten. Näheres wirst du im Juli und Augustrundbrief erfahren. Schon jetzt freue ich mich sehr darauf, denn bei Sarastro trifft sich ein Teil der Staudenwelt!




Bleibt mir nur noch übrig, dir ein frohes Garteln zu wünschen, viel Erfolg beim Blühen und Wachsen deiner Pflanzen!

 


Dein Staudengärtner Sarastro
Christian H. Kreß, Kata Wallace und Mitarbeiterinnen



Sarastro-Stauden
Christian H. Kreß
Kammer 42
4974 Ort im Innkreis
Austria/Autriche
 
office@sarastro-stauden.com
www.sarastro-stauden.com
+43 664 261 0362